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Die Cluster-Methode

Entwicklung

Das Prinzip der Eigenbluttherapie, körpereigenes Blut als Fremdkörperreiz in den Organismus einzubringen und damit die Selbstheilungs- und Abwehrkräfte anzuregen, ist nicht neu. Im alten China hat man den Patienten durch zahlreiche kleine Nadelstiche oder durch eine Kneifmassage Blutergüsse zugefügt und damit chronische Krankheiten, fieberhafte Infekte und Hautekzeme therapiert.

Dagegen ist die Therapie mit mechanisch hämolysiertem Eigenblut neu. Das Cluster-Eigenblut-Verfahren ist einfach anzuwenden, reproduzierbar und hocheffizient. Die bekannten Indikationen, bei denen die besten Erfolge der Eigenbluttherapie beobachtet werden, wie z.B. Infektanfälligkeit, Allergien, Hauterkrankungen, Heuschnupfen, Erschöpfungssyndrom, Schlafstörungen, Impotenz und andere Erkrankungen, ändern sich durch das neue Verfahren nicht.

Wirkung
Durch eine Eigenblutinjektion wird eine Reizwirkung ausgelöst, und es erfolgt eine Art Desensibilisierung. Nach intramuskulärer Injektion von Eigenblut wird das Immungedächtnis des Organismus geweckt, und es treten vermehrt Killerzellen und Leukozyten auf. Das injizierte Blut wird als erneute Infektion vom Organismus erkannt und mit einer Stimulierung der Körperabwehr beantwortet.

Auf diese Weise wird ein bestehender chronischer Krankheitsprozess in einen akuten Zustand zurückgeführt, der geheilt werden kann. Eine Bestätigung für dieses Wirkprinzip ist die häufig beobachtete „Erst-Verschlimmerung“, ein Phänomen, das auch aus der Homöopathie bekannt ist und die Reaktion des Organismus auf den Reiz widerspiegelt.

Vorgehensweise
Wie bei jeder Eigenbluttherapie wird dem Patienten zunächst bis zu 5ml Blut aus einer Vene entnommen. Nun wird das Eigenblut, in der Praxis, unter Einsatz des „Foamake®“ mechanisch fragmentiert (mechanische Hämolyse).


Die Fragmente der festen Blutbestandteile bilden nach dem Mischen kugelförmige Gebilde aus (Cluster). Im Anschluß an das Clustern wird das Blut dann in den Muskel oder unter die Haut eingespritzt.

Das Vermischen mit speziellen Mischkammern ist seit einigen Jahren ein bewährtes Verfahren in der Medizin. Die therapeutische und diagnostische Wirkung der jeweiligen Präparates verbessert sich. Hierbei wird nicht nur das therapeutische Ergebnis verbessert, sondern es werden auch die Nebenwirkungen reduziert.

Die Cluster-Eigenblut-Therapie stellt einen starken Reiz für das vegetative Nervensystem dar. Damit die Erstreaktion nicht zu stark wird, beginnen wir grundsätzlich mit 0,1 ml Cluster-Eigenblut intrakutan, da sich die Lokalreaktion so am besten beobachten und beherrschen lässt.

Entsteht um die Hautquaddel innerhalb von 24 bis 48 Stunden kein größerer entzündlicher Hof, kann schon nach zwei oder drei Tagen erneut gespritzt werden. Bei stärkerer örtlicher oder allgemeiner Reaktion wartet man bis zum fünften oder sechsten Tag.

Vorteile der Cluster-Eigenblut Therapie
Die Antigenwirkung des Cluster-Eigenblutes ist auf dem intra- oder subkutanen Weg viel stärker. Mechanisch hämolysiertes Blut wird viel schneller aufgenommen, weshalb bei diesem Verfahren auch kleinste Mengen weit wirksamer sind als ein Vielfaches an unverändertem Eigenblut in der bisherigen Weise gespritzt.

Durch den Zerfall der Thrombozyten wird Thrombin und durch den Zerfall der Leukozyten Histamin freigesetzt. Ob dabei auch Neurohormone der gelösten Zellen zur Wirkung kommen, von spezifisch stimulierender Wirkung etwa auf den Blutbildungsprozess, bedarf noch einer endgültigen Klärung.

Durch die Fragmentierung des Eigenblutes werden Zellinhaltsstoffe freigesetzt, die ihre biologische Aktivität entfalten können.

Zusätzlich werden durch die Fusion respektive Restrukturierung (Clusterbildung) der Membranbruchstücke, Plasma- und Cytosolbestandteile die antigenen Strukturen des Eigenblutes räumlich verändert. Die angebotenen, neuen immunologischen Informationen führen im direkten Kontakt mit anderen Zellen zu deren effizienteren Aktivierung (Dendritische Zellen, Langerhans-Zellen) oder zur stärkeren Triggerung einer lokalen Entzündung als alleinige Hämolyse.

Der „Foamake®“ verursacht eine komplette mechanische Hämolyse und elektrostatische Aufladung einzelner Fragmente und schafft dadurch die Voraussetzung für eine kugelförmige Clusterbildung. Vergleichende Laboruntersuchungen von Patientenblut beweisen durch die Nichtnachweisbarkeit der Blutzellen die komplette Fragmentierung.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil ist auch, dass das mechanisch hämolysierte Eigenblut (Cluster-Eigenblut) mit anderen Präparaten unproblematisch gemischt und als Mischspritze gegeben werden kann, wodurch die Wirkung anderer zusätzlicher Medikamente gesteigert wird.

Kontraindikationen
bestehen bei aktiven tuberkulösen Prozessen, bei denen jede noch so geringe Reizung schädlich sein kann, und bei schweren kachektischen Zuständen, die überhaupt zu keiner Antikörperbildung mehr Hoffnung geben.